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Reha-Sport (auf Rezept)

TRAININGZEITEN NUR AUF REZEPT (s.u.)
AbteilungTagvon-bisGruppeHalleBemerkungen
GSZ-SportzentrumMontag17:45-18:15FunktionsgymnastikZollplatz-Raum GSZ*R)
GSZ-SportzentrumMontag18:30-19:00FunktionsgymnastikZollplatz-Raum GSZ*R)
GSZ-SportzentrumMontag18:45-19:30WirbelsäulengymnastikZollplatz-JugendraumGemischt *R)
GSZ-SportzentrumMontag19:05-19:35FunktionsgymnastikZollplatz-Raum GSZ*R)
GSZ-SportzentrumMittwoch08:30-09:00Funktionsgymnastik Zollplatz-Raum GSZ *R)
GSZ-SportzentrumMittwoch09:15-10:00WirbelsäulengymnastikZollplatz-Raum GSZGemischt *R)
GSZ-SportzentrumMittwoch10:00-10:45WirbelsäulengymnastikZollplatz-Raum GSZGemischt *R)
GSZ-SportzentrumMittwoch10:50-11:35WirbelsäulengymnastikZollplatz-Raum GSZ Gemischt *R)
GSZ-SportzentrumDonnerstag08:30-09:10FunktionsgymnastikZollplatz-JugendraumGemischt *R)
GSZ-SportzentrumDonnerstag18:00-18:45WirbelsäulengymnastikZollplatz-Raum GSZ*R)
Behindertensport /Amb. HerzgruppeDonnerstag20:15-22:00Ambulante HerzgruppeLandkreishalleGemischt *R)


Was ist Rehabilitationssport?

Der sogenannte Rehabilitationssport zählt zu den Nachsorgemaßnahmen im Anschluss an eine Leistung zur medizinischen Rehabilitation. Sein Ziel ist die langfristige Sicherung des Rehabilitationserfolges. Rehabilitationssport soll die Leistungsfähigkeit, die Ausdauer und die Belastbarkeit des Betroffenen verbessern und kommt grundsätzlich bei jeder Behinderungsart in Betracht. Insbesondere nach schweren Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall soll der Rehabilitationssport Hilfe zur Selbsthilfe bieten, um den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen, Krankheitsbeschwerden zu mindern und die Arbeitsfähigkeit wieder herzustellen und damit auch die Lebensqualität deutlich zu verbessern.

Für wen kommt Reha-Sport in Frage?

Reha-Sport kommt für jene in Frage, deren körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen wird und daher ihre Teilnahme am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist oder wenn eine Beeinträchtigung zu erwarten ist. Krankheitsbilder können zum Beispiel Schäden der inneren Organe oder orthopädische Probleme sein:
Innere Organe

* Bluthochdruck
* Asthma
* Adipositas

orthopädische Probleme

* Knie-, Hüft-, Schulterprobleme
* Arthrose
* Osteoporose
* Rückenprobleme
* Künstliche Gelenke
* Rheuma


Ziel des Rehasport

Vorrangiges Ziel des Rehabilitationssport ist es, die eigene Verantwortlichkeit des Menschen für seine Gesundheit zu stärken und ihn zum langfristigen, selbstständigen und eigenverantwortlichen Bewegungstraining durch weiteres Sporttreiben in der bisherigen Gruppe auf eigene Kosten zu motivieren. Im BSNW ausgebildete Fachübungsleiter lernen in verschiedenen Ausbildungsgängen die Besonderheiten und speziellen Anforderungen kennen, die beim Sport mit den unterschiedlichen Behinderungsarten und Krankheitsformen beachtet werden. Rehabilitationssport kann als Einstieg in ein lebensbegleitendes Sportangebot am Anfang ärztlich verordnet werden. Er ist dann gesetzlich festgeschrieben als ergänzende Maßnahme der Rehabilitation.


Wer kann Rehasport verordnen?

Beim Rehabilitationssport handelt es sich um eine ergänzende Maßnahme zur medizinischen Rehabilitation, so dass dessen Verordnung nach wie vor von jedem niedergelassenen Arzt ausgestellt werden kann. In diesem Zusammenhang ist auch nochmals der Hinweis wichtig, dass die Verordnung von Rehabilitationssport als ärztliche Leistung nicht der Budgetierung unterliegt. Für die Ärzte ändert sich somit nichts.


Reha-Sport bei Rückenschmerzen?

Patienten mit einem Rückenleiden, die vom Arzt eine Verschreibung für Reha-Sport erhalten haben, wenden sich an den nächstgelegenen Behinderten/ Reha-Sportverein oder an einen normalen Sportklub mit einer Abteilung für Reha-Sport. Bei Rückenproblemen verschreibt der Arzt in der Regel 50 Übungseinheiten, die in 18 Monaten absolviert werden sollen. Zuerst wird im Sportverein mit dem Patienten ausführlich besprochen, welche Übungen für sein Krankheitsbild geeignet sind. Ein speziell ausgebildeter Trainer zeigt dem Patienten individuell, wie richtig geübt werden muss. Der Reha-Sport ist vor allem für Leute geeignet, die einen Bandscheibenvorfall haben, bei Arthrose, bei Hüftleiden, bei Schulterschmerzsyndromen und natürlich auch bei Muskelschwäche im Rücken. Wer Reha-Sport wegen Rückenproblemen machen möchte, der sollte seinen Arzt um eine Verschreibung bitten. Für den Patienten sind solche Übungen unter professioneller Anleitung auf jeden Fall hilfreich.

Funktionsgymnastik auf Rezept

Funktionsgymnastik basiert auf einem Übungsgut, das nach ganz bestimmten Gesichtspunkten der Anatomie und der funktionellen Bewegungslehre entwickelt und zusammengestellt wurde. Ziel der Gymnastik ist es, Muskel- und Gelenkverhalten zu verbessern, um die Leistungsfähigkeit und die Belastungsverträglichkeit zu verbessern.

Was ist Herzsport?

Herzsport (auch Coronarsport oder Koronarsport genannt) ist eine Rehabilitationsmaßnahme für Patienten mit kardialen Erkrankungen. Neben der medikamentösen Behandlung wird zur Wiederherstellung bzw. Optimierung der durch die Erkrankung möglicherweise reduzierten körperlichen Leistungsfähigkeit der Herzsport ärztlich verordnet.

Medizinischer Hintergrund

Chronische Herzerkrankungen wirken auf den gesamten Organismus. Durch eine 'Überschonung' werden die negativen Auswirkungen der Herzerkrankung erhöht, eine der Erkrankung angepasste körperliche Betätigung wirkt dem entgegen und verbessert den Allgemeinzustand.

Voraussetzung

Für die Teilnahme am Herzsport in unseren Gruppen ist grundsätzlich die vorherige Durchführung einer ärztlichen (kardiologischen) Untersuchung Voraussetzung, damit Sie im Rahmen Ihrer Belastungsfähigkeit in eine Übungs- bzw. Trainingsgruppe aufgenommen werden können. Ein Belastungs-EKG gibt Aufschluss über die Höhe Ihrer Belastungsgrenze.
Durchführung

Der Herzsport wird von Gesundheitssportvereinen, Sportvereinen, Rehabilitationskliniken und anderen Trägern (z.B. Diakonieverein, Kneippverein oder VHS) in Form von örtlichen Herzsportgruppen (auch "Coronargruppen" genannt) durchgeführt. Dabei werden die Patienten nach einer kardiologischen Untersuchung hinsichtlich ihrer aktuellen Leistungsfähigkeit und der Rehabilitationsziele beurteilt und danach in verschiedene Gruppen eingeteilt (Übungsgruppen (bei einer Belastbarkeit von weniger als 75 W), Trainingsgruppen (bei einer Belastbarkeit von mehr als 75 W)). Anhand dieser Beurteilung und Gruppenzuordnung werden die Patienten unter kardiologischer Kontrolle durch einen bei der Übungs- oder Trainingsveranstaltung anwesenden Arzt betreut und von einem speziell ausgebildeten Herzsport-Übungsleiter angeleitet.
Ziele

Der Patient soll seine individuellen Möglichkeiten im Rahmen der jeweiligen Erkrankung (und daraus resultierenden Einschränkungen) einschätzen und ausnutzen lernen. Die Situation nach kardialen Erkrankungen ist für den Patienten in zweierlei Hinsicht problematisch:

* er muss die neue physiologische Situation annehmen und seine neuen Grenzen kennenlernen und
* er muss die psychologische Problematik (Erkennen der eigenen Grenzen/Schwäche/Schwächung und daraus resultierender Belastungsangst) Angst vor Mehrbelastung überwinden.

Daher ist nicht eine Ausdauer-/Leistungssteigerung das Ziel einer Herzsportgruppe, sondern die Vermeidung falscher Schonung, die Anpassung der Koordination und das Erkennen der vorhandenen Leistungsfähigkeit und deren Grenzen. Damit sollen die Patienten in die Lage versetzt werden, die ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten angstfrei zu nutzen und eine Wiedereingliederung in das Berufsleben zu erreichen.


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